Marcel Breuer

Der Stahlrohr-Künstler

Marcel Breuer, geboren 1902 in Österreich-Ungarn, war ein bekannter Designer und Architekt mit ungarisch-jüdischen Wurzeln. Berühmt wurde er vor allem mit seiner Erfindung der modernen Stahlrohrmöbel. Er hat bereits im jungen Alter von nur 22 Jahren angefangen avantgardistische Holzmöbel zu entwerfen und herzustellen. Seine Bemühungen sahen stets vor, dass Werke aus möglichst gleichaussehenden Einzelteilenbestehen sollten, welche nur äußerst geringe Variierungen vorwiesen. Das Zusammenfügen mehrerer Teile wurde keineswegs versteckt, Breuer hob in seinen Werken dieses Addieren hervor. Gut erkennbar ist es auch am Wassily-Stuhl aus den 1960er Jahren: Die Schraubverbindungen sind sichtbar und bewusster Teil des Ganzen.Neben dem Entwurf und der Herstellung von Möbeln, befasste Breuer sich auch mit Hausentwürfen verschiedener Art. Er entwarf einfache Häuser, prächtige Villen, öffentliche Gebäude und sogar einen ganzen Wintersportort in den französischen Alpen. Auch die Architekturfakultät der Harvard University wurde von ihm geschaffen. 

Von Deutschland nach Amerika

1920 begann Marcel Breuer eine Tischlerlehre in den Möbelwerkstätten des Bauhaus Weimar. Auch Malerei beschäftigte ihn zu dieser Zeit. Vier Jahre später bestand er seine Gesellenprüfung und begab sich für mehrere Monate nach Paris, um Architekturstudien durchzuführen. 1925 bekam er eine Stelle als Jungmeister und Leiter in Dessau in der Möbelwerkstatt am Bauhaus. Dessau stand im Gegensatz zu Weimar hinter der sachlich-industriellen Entwurfsauffassung Breuers und gestaltete viele seiner Gebäude in Breuers Stil. In einer von ihm und dem ungarischen Architekten gegründeten Firma stellte er anfangs seine Möbel her, bevor im Jahr 1929 die Produktionsrechte und die Rechte an den Möbelentwürfen von Thonet übernommen wurden. Die eigene Firma wurde im Jahr zuvor aufgelöst. In Berlin eröffnete Marcel ein Architekturbüro, der Beitritt zum Bund Deutscher Architekten (BDA) wurde ihm dennoch verweigert. Erst 1931 gelang es ihm durch die Hilfe Walter Gropius', welcher sich für ihn einsetzte. Mit der Machtergreifung durch die NSDAP in Deutschland sah Breuer sich zur Flucht gezwungen. Über Ungarn gelangte er nach England und emigrierte 1937 schließlich in die Staaten. In Havard an der Graduate School of Design wurde er Dozent. Walter Gropius arbeitete mit Breuer zusammen an der Entwicklung der Architekturfakultät für die Universität. Auch in den Staaten eröffnete Breuer sein eigenes Architekturbüro und ging seiner Lehrtätigkeit in Harvard noch bis 1946 nach. Gemeinsam mit Pier L. Nervi und Bernard Zehrfuss bekam er 1952 den Auftrag für das UNESCO-Gebäude, Paris. Mit 64 Jahren gehörte Marcel zur American Academy of Arts and Science. 1981 verstarb er schließlich in New York.

In unserem Shop finden sie eine große Auswahl der von Marcel Breuer entworfenen Stahlrohrmöbel, welche vom Hersteller Thonet produziert und verkauft werden.

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Marcel Breuer

Der Stahlrohr-Künstler

Marcel Breuer, geboren 1902 in Österreich-Ungarn, war ein bekannter Designer und Architekt mit ungarisch-jüdischen Wurzeln. Berühmt wurde er vor allem mit seiner Erfindung der modernen Stahlrohrmöbel. Er hat bereits im jungen Alter von nur 22 Jahren angefangen avantgardistische Holzmöbel zu entwerfen und herzustellen. Seine Bemühungen sahen stets vor, dass Werke aus möglichst gleichaussehenden Einzelteilenbestehen sollten, welche nur äußerst geringe Variierungen vorwiesen. Das Zusammenfügen mehrerer Teile wurde keineswegs versteckt, Breuer hob in seinen Werken dieses Addieren hervor. Gut erkennbar ist es auch am Wassily-Stuhl aus den 1960er Jahren: Die Schraubverbindungen sind sichtbar und bewusster Teil des Ganzen.Neben dem Entwurf und der Herstellung von Möbeln, befasste Breuer sich auch mit Hausentwürfen verschiedener Art. Er entwarf einfache Häuser, prächtige Villen, öffentliche Gebäude und sogar einen ganzen Wintersportort in den französischen Alpen. Auch die Architekturfakultät der Harvard University wurde von ihm geschaffen. 

Von Deutschland nach Amerika

1920 begann Marcel Breuer eine Tischlerlehre in den Möbelwerkstätten des Bauhaus Weimar. Auch Malerei beschäftigte ihn zu dieser Zeit. Vier Jahre später bestand er seine Gesellenprüfung und begab sich für mehrere Monate nach Paris, um Architekturstudien durchzuführen. 1925 bekam er eine Stelle als Jungmeister und Leiter in Dessau in der Möbelwerkstatt am Bauhaus. Dessau stand im Gegensatz zu Weimar hinter der sachlich-industriellen Entwurfsauffassung Breuers und gestaltete viele seiner Gebäude in Breuers Stil. In einer von ihm und dem ungarischen Architekten gegründeten Firma stellte er anfangs seine Möbel her, bevor im Jahr 1929 die Produktionsrechte und die Rechte an den Möbelentwürfen von Thonet übernommen wurden. Die eigene Firma wurde im Jahr zuvor aufgelöst. In Berlin eröffnete Marcel ein Architekturbüro, der Beitritt zum Bund Deutscher Architekten (BDA) wurde ihm dennoch verweigert. Erst 1931 gelang es ihm durch die Hilfe Walter Gropius', welcher sich für ihn einsetzte. Mit der Machtergreifung durch die NSDAP in Deutschland sah Breuer sich zur Flucht gezwungen. Über Ungarn gelangte er nach England und emigrierte 1937 schließlich in die Staaten. In Havard an der Graduate School of Design wurde er Dozent. Walter Gropius arbeitete mit Breuer zusammen an der Entwicklung der Architekturfakultät für die Universität. Auch in den Staaten eröffnete Breuer sein eigenes Architekturbüro und ging seiner Lehrtätigkeit in Harvard noch bis 1946 nach. Gemeinsam mit Pier L. Nervi und Bernard Zehrfuss bekam er 1952 den Auftrag für das UNESCO-Gebäude, Paris. Mit 64 Jahren gehörte Marcel zur American Academy of Arts and Science. 1981 verstarb er schließlich in New York.

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