Alexander Girard

Eine prägende Figur

Alexander Girard wurde 1907 in New York geboren prägte mit seinen Entwürfen das amerikanische Design der Nachkriegszeit. Seine Vorliebe für geometrische und abstrakte Formen zeigte sich in seinem vielseitigen Schaffen. Als studierter Architekt wirkte Girard im Laufe seiner Karriere auch als Möbeldesigner, Grafikdesigner, sowie als Interior- und Ausstellungsdesigner. Bis heute haben die Designs nichts von ihrer Aktualität verloren.

Eine prägende Figur

Alexander Girard wurde 1907 in New York geboren prägte mit seinen Entwürfen das amerikanische Design der Nachkriegszeit. Seine Vorliebe für geometrische und abstrakte Formen zeigte sich in seinem vielseitigen Schaffen. Als studierter Architekt wirkte Girard im Laufe seiner Karriere auch als Möbeldesigner, Grafikdesigner, sowie als Interior- und Ausstellungsdesigner. Bis heute haben die Designs nichts von ihrer Aktualität verloren.

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Alexander Girard – Das Werk

Alexander Girard gehört zu den wichtigsten Vertretern des Mid-Century Modern, die Design-Ära, die Mitte der 1930-er bis Ende der 1950-er Jahre in den USA vorherrschte. Mid-Century Modern bezeichnet die klassische europäische Moderne mit einer Verbindung von Funktionalität und Design, mit einer teils organisch inspirierten Formensprache und der Entdeckung neuer Materialien und Herstellungstechniken. Alexander Girard steht für Innovationen in den Bereichen Farben und Textilien. Amerikanisches Design war noch in den Kinderschuhen als Alexander Girard Ideen aus Europa übernahmen und das kühle Glas-Stahlrohr-Design farbenfroh und fantasievoll verwandelte. Seine große Stärke lag darin ganze Räume innovativ zu gestalten. Alexander Girard entschied sich bei seinen Einrichtungsaufträgen häufig für die Desigernmöbel seiner Freunde Charles Eames und Eero Saarinen und kombinierte sie beispielsweise mit Stoffen aus Nordafrika oder Kissenbezügen aus Südasien.

Kennzeichnend für seinen Stil sind kräftige Farben und Muster; er kombinierte sogar Farben der Rotpalette miteinander, wie Orange, Rosa und Lila. Aus einfachen geometrischen Formen, Objekten aus der Natur, Kultur oder Volkskunst bis hin zu Buchstaben entstanden neue Muster. Er entwickelte auch das Pepita-Muster, das zu den Klassikern der Mode gehört und immer noch „In“ ist. Alexander Girard arbeitete mit Scherenschnitten, Stempeln oder Collagen und sammelte diese Entwürfe in seinen Musterbüchern.

Alexander Girard entwarf auch selber Möbelstücke, einen Namen machte er sich jedoch mit bedeutenden Inneneinrichtungen, außerdem designte Girard Haushaltswaren (Besteck und Geschirr), passende Farbschemen, Ausstellungen, Firmenlogos, Corporate Designs und Radiogehäuse.

Alexander Girard – Das Leben

Alexander Girard wurde 1907 in Florenz geboren. Zehn Jahre später ging er auf das Bedford Modern Internat in London, wo er als Erwachsener an der Architectural Association School of Architecture studierte. Ab 1932 lebte Alexander Girard zunächst in New York, wo er Möbel und Inneneinrichtungen für Privatkunden gestaltete, bevor er mit seiner Frau Susan 1937 nach Detroit zog, um dort für ein Einrichtungsstudio zu arbeiten. 1945 wurde Alexander Girard Chefdesigner beim Detroiter Radiohersteller Detrola. In dieser Zeit entstanden intensive Freundschaften mit den Designern Charles & Ray Eames und Eero Saarinen. George Nelson ernannte Alexander Girard 1951 zum Chef der Textilabteilung des Möbelunternehmens Herman Miller, für das er über 300 Textildesigns entwarf. Seine private Vorliebe war das Sammeln von Volkskunst. Alexander Girard und seine Frau Susan trugen auf ihren zahlreichen Reisen Textilien, Krippen und Spielzeug aus über 100 Ländern zusammen. 1978 übergab Alexander Girard dem Staat New Mexico 100.000 Kunstgegenstände. Das Sammeln war seine Art, die Welt an sich und die Funktion von Gegenständen zu verstehen. Das Vermächtnis von Alexander Girard wurde 1996 dem Vitra Design Museum übergeben.

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