Frank Gehry

Frank Owen Gehry – Architekt und Designer

Frank Owen Gehry wurde im Jahre 1929 in Toronto als Sohn von Immigranten jüdisch-polnischer Herkunft geboren. Er hieß zunächst Goldberg und gab sich auf Anraten seiner ersten Ehefrau den Nachnamen „Gehry“. Als Architekt und Designer wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit 1947 lebt er in Kalifornien, wo er auf Wunsch seiner zweiten Ehefrau auch das eigene Wohnhaus nach seinen kühnen Vorstellungen gestaltete. Gehrys Stil zeichnet sich vor allem durch eine dekonstruktivistische Architektur aus. Bekannte Gebäude sind das Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao oder der Gehry-Tower in Hannover.

Frank Owen Gehry – Architekt und Designer

Frank Owen Gehry wurde im Jahre 1929 in Toronto als Sohn von Immigranten jüdisch-polnischer Herkunft geboren. Er hieß zunächst Goldberg und gab sich auf Anraten seiner ersten Ehefrau den Nachnamen „Gehry“. Als Architekt und Designer wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit 1947 lebt er in Kalifornien, wo er auf Wunsch seiner zweiten Ehefrau auch das eigene Wohnhaus nach seinen kühnen Vorstellungen gestaltete. Gehrys Stil zeichnet sich vor allem durch eine dekonstruktivistische Architektur aus. Bekannte Gebäude sind das Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao oder der Gehry-Tower in Hannover.

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Frank O. Gehry in Ostwestfalen

Auch in Ostwestfalen hat Frank O. Gehry seine Spuren hinterlassen. Das Marta, Museum für Kunst, Architektur und Design in Herford, wurde 2005 eröffnet. Der Name MARTA bedeutet „m“ für Museum, „art für Kunst und „a für Architektur; in dem dekonstruktivistischen Gebäude wird in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Kunst und Design präsentiert. Bad Oeynhausen ist wahrscheinlich der einzige Ort, in dem der Architekt sogar zweimal tätig geworden ist: das Ronald-McDonald-Haus für Familien mit schwer kranken Kindern wurde 1991 am Kurpark eröffnet, 1995 folgte das Energie Forum Innovation Bad Oeynhausen (EFI) im Auftrag des Elektriziätswerks Minden Ravensberg (EMR) als neue Netzleitstelle mit lichtdurchfluteten Verwaltungs- und Besprechungsräumen in verkehrsgünstiger Lage.

Form vor Funktion: der Start mit altem Eisen

Bereits im frühen Alter hatte Gehry Spaß an Architektur und Design: Sein Großvater besaß einen Eisen- und Haushaltswarenladen. Mit dessen Materialresten bastelte der spätere Star-Architekt bereits im Kindesalter erste Häuser und Städte. Als Erwachsener zog es ihn zur University of South Carolina in Los Angeles, wo er bis 1954 Architektur studierte. Es folgte ein zweites Studium der Stadtplanung an der Harvard Graduate School of Design. Bald eröffnette Gehry sein eigenes Architekturbüro in Los Angeles (1962). Die von ihm entworfenen Häuser haben einen ganz besonderen Stil: kippende Räume, gebrochene Geometrie, abgewinkelte Ebenen und umgekehrte Formen sind nur einige Schlagwörter. So wollte Gehry ein komplett neues Raumverständnis entwickeln, wobei Räume ineinanderfließen und dem ganzen Gebäude einen collagenhaften Charakter verleihen. Häufig wird er als einer der wichtigsten Architekten der USA seit Frank Lloyd Wright bezeichnet. 

Möbel und Leuchten – einfaches Material, zweckentfremdet veredelt

Vielleicht begann Gehrys Liebe zu nüchternen Materialien bereits im Kindesalter, wo er das Überschüssige aus Großvaters Laden in Objekte verwandelte. Auch später beschränkte sich Gehry häufig auf unscheinbare Materialien, wie zum Beispiel Sperrholz, Wellblech und Wellpappe. Aus diesen einfachen Stoffen schuf er typisch dekonstruktive Gebäude und geschwungene Möbel, darunter die Kartonmöbelserie „Easy Edges“ (1969-1972). Gehry bemerkte beim Experimentieren, dass Wellpappe, die in verschiedenen Richtungen mehrfach übereinandergelegt wird, die Gestaltung fester Objekte ermöglicht, die robust und alltagstauglich sind. Seine Leuchten sind aus Polyestervlies gestaltet, ein Werkstoff, der in der Baubranche zum Dichten verwendet wird.

Arbeitsphilosophie von Frank O. Gehry

Gehry genießt seine Arbeit und die Tätigkeit im Team. Er hat ca. 120 Mitarbeiter und arbeitet darüber hinaus gerne mit anderen Star-Architekten zusammen; wechselseitiges Antreiben, Verlässlichkeit und Inspiration käme dem gemeinsamen Schaffen zugute. Das Errichten eines Gebäudes sei ein chaotischer Zustand, der nur mit Verlässlichkeit bewältigt werden kann. Unvorhergesehenes sei an der Tagesordnung; er arbeite stets mit „gesunder Unsicherheit“, ob das Ergebnis gut werde. Das Gehry-Gebäude in Bilbao habe die Stadt verändert. Es sei eine Win-win-Situation entstanden, die Baukosten haben sich schnell amortisiert und die Stadt sei wohlhabend geworden. Der „Bilbao-Effekt“ wurde sprichwörtlich und meint die Aufwertung von Orten durch eindrucksvolle Gebäude von bekannten Architekten. Erstmalig kam beim Bau des Guggenheim-Museums eine von Gehrys mitentwickelte Software zur Kontrolle der Kosten zum Einsatz. Eine Mission von ihm sei es, den Architekten wieder mehr Macht gegenüber den Bauunternehmern zu verleihen. Seine vielen Preise und Auszeichnungen, sein Ruf als „brillanter Verrückter“, seien ihm relativ gleichgültig, er möchte jedes Gebäude im Kontext der Stadt gestalten und Häuser ausdrucksstärker und menschlicher bauen, da Glaskästen kalt und unfreundlich seien. Außer dem Guggenheim-Museum liegen dem Designer der Facebook-Campus (2015) im Menlo Park in Kalifornien und die Walt Disney Concert Hall (2003) in Los Angeles besonders am Herzen. Im Facebook West-Campus wurde erstmalig die Funktionalität vor die Form gesetzt, also ein schlichter, eher untypischer Gehry-Bau. Gemeinsam mit Mark Zuckerberg hat Frank Gehry wohl das Credo: „Unsere Arbeit endet nie“. 

Neuigkeiten über Frank Gehry bei pro office

pro office Planungsteam auf Kreativ- und Wissenstour bei Vitra Planungsteam auf Tour Bild 1 … zum planerischen Ursprung – mit Schere, Zeitung und losem Material wurde ein steriler Grundriss bunt und lebendig. Beim Vitra Campus haben seit 1981 international bekannte Architekten wie Frank Gehry, Zaha Hadid, Herzog & de Meuron mitgewirkt. Der Campus stellt sich als authentischer Produktionsort dar. Hier wird rund um Architektur und Design experimentiert. Die Führung über den Vitra Campus…
pro office on tour: Panton besucht VitraHaus Besuch im Vitra Haus - Kakteen … vom Baseler Architekturbüro Herzog & de Meuron konzipierte VitraHaus eröffnete in 2010 seine Pforten auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein und lädt seitdem neben Gebäuden von Stararchitekten wie Frank Gehry, Álvaro Siza Vieira, Nicholas Grimshaw, Richard Buckminster Fuller und Zaha Hadid dazu ein, es als Showroom, Museum, Shop und Café zu erfahren.Laut Rolf Fehlbaum, Sohn des Vitra Gründers Willy Fehlbaum,…
ARCHITEKTOUR 2015: pro office Braunschweig goes West Architektour 2015 - Bild 1 … steht im Millennium Park, ein auf dem Areal der alten Gleisanlagen von 1998 - 2004 errichteter öffentlicher Freizeitpark. Das Herzstück bildet der "Jay Pritzker Pavilion", eine von Frank Gehry entworfene Konzertmuschel mit 4.000 festen Sitzen und 7.000 Rasensitzplätzen. Von Klassik bis Mainstream ist hier alles vertreten und kostenfrei. HIER geht es zum Facebook Fotoalbum ARCHITEKTOUR…
pro office on tour: Ausstellungstipp Marta Museum Bilder: Hans Schöder, Marta Museum … Künstler bekommen ihren Platz im Rahmen der Ausstellung, die die Ideen der Rasch-Brüder weiter entwickeln. Das Marta-Museumsgebäude wurde übrigens vom bekannten Architekten und Designer Frank O. Gehry entworfen, zeigt zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts und widmet sich besonders Kunst-, Design- und Möbel-Ausstellungen sowie aktuellen Tendenzen in diesen Bereichen und Vorschungsvorhaben.…
Vitra GmbH - Net 'n' Nest Vitra Net n Nest Bild 1 … für Workshops und Publikationen zum Thema Design und für eine Architekturauffassung, die am Hauptsitz in Birsfelden (Schweiz) und auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein (Deutschland) Bauten von Frank Gehry, Nicholas Grimshaw, Zaha Hadid, Tadao Ando, Alvaro Siza, Herzog & de Meuron und SANAA versammelt. Um diesem Spektrum gerecht zu werden, sprechen wir von Vitra als einem Projekt.
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