Produktfälschungen und Replika

Produktfälschungen und Replika

Das Design von Möbeln unterliegt dem Urheberrecht bzw. Designrechten (Geschmacksmuster) oder Markenrechten bei namhaften Herstellern. Die Designer sind Inhaber des Urheberrechts und können Firmen wie Vitra oder Fritz Hansen Lizenzen für die Herstellung ihrer Entwürfe erteilen. Die Designer können interessierte Firmen die Herstellung gestatten oder untersagen. Das Urheberrecht erlischt in Deutschland erst Jahrzehnte nach dem Tod, in diesem Zeitraum ist der Handel und der Import von Möbeln nur legal, wenn die Erben die Vermarktung freigegeben haben.

Echt oder gefälscht?

Unternehmen, die rechtmäßige Originalmöbel anbieten, sind von Designern oder ihren Erben dazu autorisiert, sie haben die Lizenz zum Nachbauen oder zu „Re-Edition“ der Klassiker erworben. In Deutschland und den meisten EU-Ländern sind schöpferische Werke bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers rechtlich geschützt. Der Verkauf geschützter Klassiker ohne Lizenz ist verboten, wer Replikate in Deutschland kauft, macht sich nicht strafbar. Allerdings wird der Privatverkauf von Replikaten dann strafbar, wenn die Möbel weiterverkauft oder transportiert werden. Der gewerbliche Handel wird in vielen Ländern gesetzlich geahndet. Außerdem darf der deutsche Zoll die Bestellung beschlagnahmen und vernichten, da der Spediteur deutsches Urheberrecht verletzt. Es drohen Geld- und sogar Freiheitsstrafen.

Was sind Plagiate?

Das Wort Plagiat stammt von lateinisch plagiārius (Seelenverkäufer) und meint die widerrechtliche Aneignung geistigen Eigentums anderer Menschen. Das betrifft im Bereich Kunst Texte, Musik, Design und Kunstwerke, im Bereich der wissenschaftlichen Erkenntnisse Erfindungen, Entwicklungen und Ideen. Zwischen rechtswidriger und legitimer Übernahme von Patentrechten oder Geschmacksmustern gibt es eine Grauzone zwischen legal und menschlich verwerflich. Gerne kopiert werden die Chairs und andere Klassiker von Charles und Ray Eames und Arne Jacobsen. Wenn die Stühle beispielsweise mit „Design nach Eames“ oder „inspiriert von Arne Jacobsen“ gekennzeichnet sind und eine eigene Schöpfungshöhe abgebildet ist, handelt es sich nicht um eine juristische Urheberrechtsverletzung. Allerdings bewegen sich die Hersteller von sogenannte Plagiaten auf dünnem Eis, denn vor Gericht und auf hoher See ist man bekanntlich nur in Gottes Hand. Außerdem ergeben sich die Fragen, ob die Qualität den Originalen gleich kommt und ob der Wiederverkaufswert den Flohmarktpreis übersteigt. Designer tüfteln meistens lange an den Materialien, an der Statik und der Ergonomie von Möbeln. Deshalb sind Belastbarkeit, Neigungswinkel und Umweltfreundlichkeit bei der Herstellung von Möbelstücken auch Kriterien, die Kunden beim Kauf von Möbeln berücksichtigen könnten oder sollten.

Welche Produktfälschungen gibt es?

Manche Anbieter verstecken ihre Plagiatsabsicht, andere kommunizieren offen, dass sie sogenannte Kopien verkaufen. Manches ist auch eine plumpe Fälschung, einen DAW Esstisch von Charles und Ray Eames kann es nicht geben, da das „DAW“ für Dining Height Armchair Wood Base steht – wenn ein Lehnstuhl sich in einen Esstisch verwandeln kann, muss Zauberei im Spiel sein. Manche Verkäufer behaupten, die Produkte direkt von den Herstellern zu beziehen und daher den günstigen Preis ermöglichen zu können. Gründe für Fälschungen gibt es viele, einer davon ist vorgeblich ehrenhaft, nämlich das gute Design allen Käuferschichten erschwinglich zu machen.

Fälschungen erkennen

Wenn jemand bewusst ein Möbel kauft, das das Urheberrecht verletzt oder gar mit solchen Produkten handelt, liegt eine strafbare Handlung vor. Wenn Möbelklassiker aus dem Ausland zu unrealistisch günstigen Preisen angeboten werden, handelt es sich in der Regel nicht um Originale. Auch Stücknummern sind kein Garant für Echtheit. Oft sind diese Produkte nur mit einer vergleichsweise kurzen Garantiezeit ausgestattet. Achten Sie beim Kauf auf die Details, Verschraubungen und Ausfräsungen sind bei den Marken immer sauber, die Abstände sind korrekt. Originale haben immer identische Maße. Die Vitra Stühle sind an der Unterseite der Sitzschale geprägt mit den Angaben zum Modell und Designer, dazu gibt es einen Aufkleber mit Seriennummer und Herstellungsdatum. Fritz Hansen vergibt das Label „Republic of Fritz Hansen“, das je nach Jahrzehnt in Rot, Braun oder Schwarz-weiß dargestellt ist.

Unternehmen mit Tradition: Vitra und Fritz Hansen

Mit pro office Nummer sicher kaufen – das Original kommt aus Ihrem pro office Shop. Die Möbel sind mit dem GS Prüfzeichen versehen, die Hersteller verwenden nur sehr hochwertige Materialien mit Herkunftsnachweis. Vitra hält die Rechte an den Eames-Möbeln, Fritz Hansen produziert die Möbel von Arne Jacobsen: Der Swan Chair ™, der Egg Chair™, der Ant Chair™ (der legendäre Stuhl „Die Ameise") und andere Stühle von Jacobsen werden auch vollständig mit dem Hersteller Fritz Hansen identifiziert. Bereits ab dem Jahr 1934 gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen Jacobsen und der Traditionsfirma von 1872, die das Fritz Hansen Design in den 1950-er Jahren vollständig prägte. Das Ehepaar Willi und Erika Fehlbaum, die Gründer von Firma Vitra im Jahr 1950, erwarben sieben Jahre nach Firmengründung die Lizenzen für das Design von Charles und Ray Eames, die heute für Europa und den Nahen Osten gelten. Ein weiterer Leuchtturm von Vitra ist der Panton Chair, der sich anhaltender Beliebtheit erfreut und im Jahr 2021 in neuen Farben und Größen angeboten wird. Wünschen Sie weitere Informationen? Sprechen Sie uns gerne an oder senden uns eine E-Mail.


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