Designermöbel als Wertanlage

Designermöbel als Wertanlage

Der Wert von Designermöbeln wird durch die Zeitlosigkeit des Designs, die hohe Materialqualität und beste Verarbeitung bestimmt. Bei Möbeln von namhaften Designern darf man davon ausgehen, dass die Artikel in Schönheit altern. Leichte Gebrauchsspuren verleihen manchen Möbeln sogar mehr Charakter. Skandinavische Klassiker und italienisches Design sind gleichbleibend gefragt; Design made in Germany ist sogar im Preis steigend. Der Wert mancher Designermöbel sind vergleichbar mit der Preisentwicklung bei den Oldtimermodellen der Automobilbranche – je älter oder seltener, desto wertvoller. Manch neues Möbelstück bekannter zeitgenössischer Designer wie Kontantin Grcic oder Ronan & Erwan Bouroullec hat das Potenzial, der Designklassiker von morgen zu werden. Welches Produkt auch eine gute Geldanlage ist, wird die Zeit mit sich bringen.

Originale, die die Zeit überdauert haben

Zu den Klassikern, die die Zeit bis ins Jahr 2021 überdauert haben, gehören der Vitra Panton Chair von 1967, die modularen Regal- und Kommodensystem von USM Haller mit dem patentierten Kugelgelenk, das ununterbrochen seit 1969 in Serie ging, die Vitra Nelson Bench Sitzbank aus edler Esche von George Nelson aus dem Jahr 1946, Bauhausklassiker aus den 1930-er Jahren, wie der Adjustable Table E1027 von Eileen Gray, der Freischwinger S64 und der Wassily Chair von Marcel Breuer. Unter den Tischen sind der skulpturale Coffee Table von Isamu Nogushi und der Knoll Saarinen Beistelltisch von Eero Saarinen aus den 1950-er Jahren Leuchttürme des Designs. Auch zahlreiche Stühle von Charles & Ray Eames wurden Design Ikonen, darunter der Schaukelstuhl Vitra Eames RAR.

Klassiker kaufen und verkaufen

Während unsere Vorfahren mehrheitlich noch einen Beruf und viele sogar nur einen oder wenige Arbeitgeber hatten, zählt heute Flexibilität in der Arbeitswelt. Nach einem Umzug oder privaten Veränderungen passen Möbel manchmal nicht mehr ins Konzept. Insbesondere wenn die neue Wohnung kleiner ist, kann nicht jedes Teil bei einem Umzug einen neuen Platz in der neuen Heimat finden. Manchmal ändert sich auch der Geschmack oder das Privatleben; kleine Kinder und Designermöbel sind nicht unbedingt kompatibel. Wenn man sich aufs Altenteil zurückzieht oder mit dem Campingbus auf Weltreise geht, hat man häufig keine Verwendung mehr für die Möbel. Die Kinder sind schon eingerichtet oder haben einen anderen Geschmack.

Gesucht und gefunden ist mit namhaftem Design leichter

Um so schöner ist es, wenn man noch einen guten Preis für gebrauchte Möbel und Wohnaccessoires erzielen kann, manche Designerstücke sind eine gute Geldanlage, die man bei einem Wechsel der Stadt oder des persönlichen Stils problemlos weiterverkaufen kann. Mit etwas Glück kann man durch Originale sogar einige Euro dazu verdienen. Für Käufer wie Verkäufer ist es einfacher das Stück am Markt zu finden, bzw. zu platzieren, wenn es einen Namen hat. Einen namenlosen Esszimmerstuhl zu inserieren oder einen passenden zu finden, ist ungleich schwieriger als beispielsweise einen namhaften, wie einen Panton Chair oder einen Stuhl von Thonet.

Schrank, Tisch, Stuhl und der Zeitgeist

Es passt zum aktuellen Zeitgeist ein nachhaltiges Möbelstück zu erstehen, das Qualität besitzt und kaum kaputtgeht. Manche Designermöbel, wie der Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe oder der Lounge Chair von Charles & Ray Eames, werden bis heute in Teilen in Handarbeit gefertigt. Für das Untergestell der Eames Klassiker werden Ahorn oder Esche aus deutscher Forstwirtschaft benutzt. Der Gedanke an Nachhaltigkeit oder Recycling findet immer mehr Einzug auch in die Möbelbranche. Für Designerstücke gibt es auch nach Jahrzehnten noch Ersatzteile. Manch Designer Stück wird heute direkt aus Recyclingmaterialien hergestellt oder ist ganz oder in Teilen recyclingfähig. Viele Designer Möbel werden in Deutschland in traditionellen Familienunternehmen gefertigt. Möbelklassiker verlieren in der Regel nicht an Wert. Eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht – manchmal ändern sich die Werte in einer Gesellschaft; Briefmarkensammlungen, offen zur Schau getragene Pelzmäntel und wuchtige Eichenschränke sind derzeit out und verleihen kaum Status. Gefragt sind Möbel, die Leichtigkeit und Eleganz ausstrahlen und symbolisieren.

Tipps zum Kauf: Original oder Fälschung?

Von vielen Designermöbeln werden Repliken vertrieben. Diese nachempfundenen Replica Möbel sind den Originalen nur ähnlich. Über deren Qualität kann man keine Aussage treffen, sicher ist, dass diese Kopien nicht im Wert steigen, sondern genau wie alle andern Möbel auch allenfalls einen Flohmarktpreis erzielen. Viele Möbel sind schon nach dem Verlassen des Geschäfts oder nach Ablauf des Kalenderjahres der Anschaffung materiell betrachtet nichts mehr wert. Um die Echtheit Ihres Möbels zu überprüfen, müssen Sie es meistens einfach umdrehen und die Unterschrift des Designers oder ein Signet des Herstellers entdecken. Das Unternehmen Thonet hat im Laufe seiner langen Firmengeschichte auch die Art der Kennzeichnung geändert, sodass anhand des Logos die Epoche bestimmt werden kann. Rare Originale werden wie Kunstwerke gehandelt. Nachproduzierte oder limitierte Editionen, die als Investition fungieren sollen, stammen von lizenzierten Herstellern wie Knoll, Vitra oder Thonet werden mit einer Echtheitsgarantie durch Prägungen oder Identitätsausweis verkauft. Bei Fälschungen greift der Gesetzgeber durch: Der Verkauf von Fälschungen ist eine Straftat, während der Besitz solcher Möbel und Accessoires straffrei ist. Mitarbeiter des Zolls dürfen Plagiate vernichten.

Autorisierte Retro Möbel gelten als Originale

Manche Retro Möbel werden unverändert hergestellt, andere sind leicht verändert worden. Diese haben den Vorteil, dass sie der Zeit angepasst wurden. Beispielsweise sind die Eames Stühle unauffällig erhöht worden, sodass sie dem allgemeinen Anstieg der Körpergröße gerecht werden. Auch der Kunststoff wurde verbessert, die Plastic Chairs bestehen nicht mehr aus Fiberglas, sondern aus recyclebarem Polypropylen. Trotzdem gelten sie als Originale, alle Veränderungen sind mit den jeweiligen Designbüros bzw. den Erben abgesprochen. Auch im Bereich Farbe gibt es Anpassungen – nicht jeder schätzt das Knallorange der Pop Art aus den 1970-er Jahren. Die Firma Vitra hat die bekannte Designerin Hella Jongerius engagiert, die für das Farbmanagement im Unternehmen zuständig ist. Auch andere Firmen haben ihre Farben der Zeit angepasst, Pastelltöne und Modefarben haben auch die Möbelklassiker verändert, das gilt für Kunststoffe und Bezugsstoffe, mancher Stuhl ist außerdem in farbigem Leder erhältlich.


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