Donnerstag, 19. Mai 2011

pro office Stadt Göttingen erhält Denkmal von Günter Grass

Gruppenfoto (v.l.n.r.): Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Verleger Gerhard Steidl, Günter Grass und Oberbürgermeister Wolfgang Meyer.
Bilder: Universität Göttingen

Der Schriftsteller, Grafiker und Bildhauer Günter Grass hat der Stadt und der Universität Göttingen ein Denkmal für die Göttinger Sieben geschenkt. Bereits im April enthüllte der Literaturnobelpreisträger die knapp drei Meter hohe Stahl-Skulptur auf dem zentralen Campus der Universität – dem Platz der Göttinger Sieben – gemeinsam mit seinem Verleger Gerhard Steidl. Ein aus Corten-Stahl gefertigtes „G“ und die Ziffer 7 sollen an den Protest der sieben Göttinger Professoren erinnern, die sich 1837 gegen die Aufhebung des Staatsgrundgesetzes im Königreich Hannover aussprachen. Das Denkmal steht auf den Stufen, die zum Zentralen Hörsaalgebäude hinaufführen.

Grass betonte, das Denkmal solle nicht nur an das Zeichen erinnern, dass die sieben Professoren damals setzten: „Wir haben allen Grund, dieses Zeichen auf unsere heutigen demokratischen Verhältnisse zu übertragen.“ Er kritisierte unter anderem den Einfluss von Lobbyisten auf die Politik und forderte die jüngeren Generationen auf, sich zu engagieren, Einspruch zu erheben und mitzuhelfen, unsere „beschädigte Demokratie“ zu festigen. „Demokratie ist kein fester Besitz, sie muss täglich gepflegt werden“, erklärte der Nobelpreisträger.

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Gruppenfoto (v.l.n.r.): Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Verleger Gerhard Steidl, Günter Grass und Oberbürgermeister Wolfgang Meyer.

Bilderverwendung mit freundlicher Genehmigung der Universität Göttingen.

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