Sustainable Design

Sustainable Design ist mehr als Nachhaltige Gestaltung

Zukunft gestalten durch nachhaltigen Umgang mit der Natur: Sustainable Design oder Ecodesign orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Ecodesign bedeutet die Gestaltung von Nutzungszusammenhängen nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Designer hinterfragen Dienstleistungen, Materialien, den Energieverbrauch und den gesamten Produktlebenszyklus – „Cradle to Cradle“ (von der Wiege bis zur Wiege). Rohstoffe werden wieder verwertet und über mehrere Lebenszyklen erhalten, es entsteht im Idealfall kein Abfall. Auf dem Weg in eine vollständig nachhaltige Zukunft gibt es bereits Ideen für Green Designs – wie die Verwendung von Recyclingmaterial für einzelne Teile. Viele Designer und Hersteller gestalten langlebige Produkte mithilfe regenerativer Energie.

Nachhaltige Entwicklungsziele der United Nations 

Maßstäbe der Mitgliedsstaaten sind die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, die am 1. Januar 2016 in Kraft traten und bis zum Jahr 2030 Gültigkeit besitzen. Zu den Zielen gehören die Beendung von Armut, gesundes Leben, Zugang zu Wasser, Sanitär, Recht und Bildung sowie Infrastruktur, Frieden und Gleichheit für alle Menschen auf der Welt. Für den Bereich Möbel und Design sind die Themen Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Konsum- und Produktionsmuster, menschenwürdige Arbeit und Sofortmaßnahmen, die den Klimawandel aufhalten, relevant. Dazu gehört der Schutz der Ökosysteme auf dem Land und im Wasser. Es gilt innovative Lösungen zu finden, die Ressourcen sparen, die Umwelt möglichst gering belasten und faire Herstellungsbedingungen garantieren. Solche Design Produkte finden Sie in Ihrem pro office Shop. Für weitere Informationen senden Sie gerne eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

Sustainability bei Firma Vitra

Für die Firma Vitra ist Nachhaltigkeit kein Projekt, sondern steht für die Haltung des Unternehmens in Mitarbeiterführung und Produktentwicklung. Produziert wird in Deutschland in Weil am Rhein, in Ungarn (Szombathely) und in Japan (Sugito) für den asiatischen Markt. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2030 keinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Schon jetzt steht Vitra für eine möglichst lange Nutzung und Möglichkeiten des Recyclings bei seinen Produkten. Das Unternehmen vermeidet kurzlebige Trends im Produktdesign durch die Produktion von Klassikern des Designs. Auch wenn die Produkte nicht mehr gefallen oder nicht mehr passen sollten, bleibt ihr Wiederverkaufswert erhalten. Durch Design Möbel mit funktionalem Anspruch und die Reduzierung von Umwelteinflüssen trägt Vitra zum Umweltschutz bei. Das Unternehmen denkt das Produktlebensende voraus und achtet auf die Arbeitsbedingungen. Mit dem Vitra Tip Ton RE nach dem Design von Edward Barber & Jay Osgerby entstand ein Stuhl aus Recyclingmaterial für dynamisches und ergonomisches Sitzen in zwei Positionen, der auch outdoor genutzt werden kann. Auch der Vitra EVO-C ist zu 100 Prozent recycelbar, der elegante Stuhl von Jasper Morrison aus dem Jahr 2020 steht in der Tradition des Freischwingers.

Nachhaltigkeit bei USM Haller

In Münsingen, dem Hauptsitz der Firma USM Haller, entstand eine neue Wärmezentrale mit Drucklufterzeugung, Wärmerückgewinnung und zwei Holzschnitzelheizungen, die mit lokalen Holzschnitzeln versorgt werden. Die neue Anlage liefert Raum- und Prozesswärme zu 80 Prozent aus erneuerbarer Energie. Auch die große Solaranlage auf dem Dach trägt zu einer nachhaltigen Produktionsweise bei. Das Firmenareal ist naturnah gestaltet. USM Produkte können problemlos mit neuen Teilen kombiniert oder erweitert werden. In der Produktion werden Metallabfälle zu hundert Prozent recycelt. Die Produkte USM Haller und USM Kitos M sind Cradle to Cradle® zertifiziert. Damit ist der Kitos M nicht nur besonders ergonomisch durch die Anpassung an die Bedürfnisse eines oder mehrerer Menschen, sondern auch ein besonders umweltfreundliches Projekt – ideal für das Hot-Desking (Desk-Sharing).

Nachhaltiges Design bei USM Haller

Bei der Entwicklung der USM Haller Möbelbausysteme spielte der sparsame Umgang mit Energie und Rohstoffen von Beginn an eine wichtige Rolle. Die tragenden Elemente und die Verkleidung der Möbel bestehen aus langlebigem Stahl bzw. Glas und können leicht ausgetauscht werden. Verchromte Oberflächen von Rohren und Zargen sorgen für ein langlebiges Produkt. Die Tischplatten bestehen aus Spanholz, Echtholz, Kunstharz, Granit, Glas oder Linoleum. Verwendeter Leim ist formaldehydarm. Moderne Produktionsprozesse vermeiden toxische Emissionen durch moderne Lösungsmittel und wasserverdünnbare Lacke.

Grüne Innovationen bei Kartell

Kartell stellt seit den 1960-er Jahren Möbel aus Kunststoff her. Grüne Ideen haben sich auch bei dem Kult-Hersteller durchgesetzt; Kartell hat bereits im Jahr 2014 die GREENGUARD-Zertifizierung erhalten. Unter dem Motto „Kartell loves the planet“ engagiert sich die Firma für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Kartell möchte einen ökologisch nachhaltigen Weg einschlagen durch die Verwendung von recyceltem Material bei gleichbleibend hochwertigem Produktdesign. Mit dem Chair Kartell AI von Designer Philippe Starck wurde der erste Stuhl mithilfe künstlicher Intelligenz aus 100 Prozent recyceltem Material im Spritzgussverfahren geschaffen. Die künstliche Intelligenz unterstützte den Designer, nachhaltige Lösungen zu finden, die mit wenig Material auskommen und die Umwelt schonen. Das zu 100 Prozent recycelte thermoplastische Technopolymer stammt aus Produktionsabfällen. Als Klassiker aus den 1970-er Jahren wurde der Kartell Componibili Bio nach dem Design von Anna Castelli Ferrieri neu aufgelegt in revolutionärem Bio Material. Das nachhaltige Biopolymer besteht aus erneuerbarem Pflanzenmaterial aus der Landwirtschaft, das nicht für die Ernährung geeignet ist. Die matte Oberfläche des ikonischen Klassikers hat zudem einen Soft-Touch-Effekt.

Grünes Design und Materialien bei Fritz Hansen

Auch der Dänische Kulthersteller Fritz Hansen übernimmt Verantwortung für nachhaltiges Design in Form von Corporate Social Responsibility (CSR). Fritz Hansen Möbel besitzen zahlreiche Zertifizierungen im Bereich Umwelt, darunter Ecolabel, FSC® und Green Guard. Das Unternehmen arbeitet mit Designern und Lieferanten zusammen, die die Unternehmenswerte teilen. Fritz Hansen setzt natürliches Chrom für eine längere Lebensdauer von Metall ein, auch bei den Klassikern, Ameise™, Serie 7™, Grand Prix™, Drop™, NAP™, Ei™, Schwan™ und bei den unlackierten Teile der KAISER idell™ Leuchten. Für die Polster wird PUR (Polyurethan-Schaumstoff) mithilfe von Wasser aufgeschäumt; die Schaumstoffabfälle zu 100 Prozent recycelt. Verwendete Klebstoffe sind wasserlöslich. Polyurethan-Lack (PUR) ist lange haltbar und wird emissionsarm verarbeitet. Fritz Hansen verwendet nur recyceltes Aluminium. Die Bezugsstoffe ohne schädliche Chemie lässt Fritz Hansen in Europa produzieren. Fritz Hansen bezieht Holz aus Wäldern, die ökologisch und sozial bewirtschaftet werden. Spanplatten bestehen bis zu 70 Prozent aus Recyclingholz, MDF-Platten aus Holzspänen und Zellstoffhackschnitzeln. Von dem berühmten Chair „Ei“ (Egg) von Designer Arne Jacobsen gibt es eine Variante aus Recycling Wolle, den Egg™ Re-Wool. Designer Oki Sato (Nendo) setzt mit dem Stuhl N02™ Recycle auf No waste – aus Haushaltsabfällen aufbereiteten Kunststoff, der mehrfach recycelt werden kann.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel