Akustikplanung

Akustikkonzepte

Das Hörorgan als wichtigste Verbindung zur Außenwelt

Der feinste menschliche Sinn ist der Hörsinn und damit der Schlüssel einer guten Verbindung zwischen den Menschen. Schon der Philosoph Immanuel Kant wusste: "Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können von den Menschen"!

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Nicht nur im privaten Umfeld ist das Bedürfnis nach Ruhe und Wohlbefinden vorhanden – auch in der Arbeitswelt mit unterschiedlichen Raumsituationen wie offenen Bürolandschaften nimmt dieser Wunsch einen immer höheren Stellenwert ein.

In der modernen Architektur von Bürogebäuden, mit offenen und flexibel zu gestaltenden Raumstrukturen, wird die Akustikplanung eine immer größer werdende Herausforderung werden hinsichtlich bester, raumakustischer Lösungen. Neben Beleuchtung, Ergonomie und Flächeneffizienz nimmt eine optimale Raumakustik direkt Einfluss auf die Produktivität der Mitarbeiter. Studien bestätigen bis zu 52% Leistungssteigerung bei guter Raumakustik (vgl. Quelle AUVA/Ch. A. Sust).

Optimierung der Klangqualität eines Raums
Ob Einzel- oder Teambüros, Call-Center, Konferenzräume, Open Space Arbeitszonen oder Cafeterien: Im Mittelpunkt steht die „Hörsamkeit des Raumes“. Damit ist die akustische Eignung des Raumes für die vorgesehene Nutzung gemeint! Im Kern geht es um optimale Hörbedinnungen für die Menschen, die sich in diesen Räumen täglich bewegen. Akustische Planungen müssen grundsätzlich die für den Menschen relevanten Frequenzen des Schalls berücksichtigen, um für die menschliche Wahrnehmung optimale Bedingungen zu schaffen. Eine gute Hörsamkeit verbessert die Kommunikation und das Sprachverständnis.

Konzentriertes Arbeiten am Arbeitsplatz
Gerade in Zeiten von Teamarbeit, Kommunikation und Effizienz am Arbeitsplatz spielt die Akustik eine ganz wesentliche Rolle als Aspekt von Motivation, Konzentration und Leistungssteigerung. Denn alle permanenten Nebengeräusche wie Gespräche, Schritte, Lachen, Telefonklingeln, Lüftung  etc. muss das menschliche Ohr und damit das Gehirn rund um die Uhr verarbeiten. Und immerhin 81 Prozent aller Berufstätigen geben an, dass sie bei weniger Lärm effektiver arbeiten könnten.

Akustik als zentrales Thema der Gesamtplanung
Raumakustik muss sorgfältig geplant werden: Entstehender Schall soll nicht direkt auf mehrere Arbeitsplätze prallen – und er soll möglichst wenig Echo-Flächen finden, über die er sich in den Rest des Büros verteilen kann. Das erreichen schallschluckende Flächen: Als „Schallschirme" verhindern sie die direkte Ausbreitung von Lärm, und als Schallabsorber vermindern sie seine Reflexion in den Raum. So können sie den Lärmpegel deutlich senken.

Das Dämpfen schädlichen Bürolärms ist jedoch nur die eine Seite eines ganzheitlichen Akustik-Managements. Eine gezielte Schalloptimierung macht zusätzliche Verbesserungen möglich, die dem Team und der Arbeit zugute kommen: Das fängt schon mit der für das Wohlbefinden wichtigen Privatsphäre an, die durch punktuell eingesetzte Sicht- und Schallschirme wesentlich erhöht werden kann.

Trittschall

Arten von Schallabsorbern

Die zentrale Frage der Raumakustik ist, welche Oberflächen eingesetzt werden können, um optimale Hörbedingungen im Raum zu schaffen. Entscheidende Eigenschaft ist in diesem Fall die Schalldämpfung der Materialien im Raum. Schalldämpfung beschreibt die Fähigkeit von Materialien, Schall zu absorbieren bzw. die auftreffende Schallenergie in andere Energieformen umzuwandeln.

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Schalldämpfung wird durch Schallabsorber erreicht, die ganz unterschiedlich aussehen können. Schallabsorber lassen sich im Rahmen der akustischen Büroraumgestaltung an unterschiedlichsten Stellen im Raum einsetzen. Hierbei lassen sich mehrere Gruppen bilden:

a) Schallabsorber für die Deckengestaltung.

b) Schallabsorber für die Wandgestaltung | auch textile Materialien wie Vorhänge oder Paneele mit Stoffoberflächen (Bsp.).

c) Bodenbeläge (Bsp.).

d) In Einrichtungsgegenstände integrierte Schallabsorber oder textile Raumsysteme (Bsp.).

Aus raumakustischer Sicht ist es grundsätzlich günstig, einen Raum in allen drei Dimensionen (a-c) zu bedämpfen, da sich auch der Schall in alle drei Raumrichtungen ausbreitet.

Der Vorteil von Einrichtungselementen (d) mit integrierten Absorbern liegt darin, dass sie zum einen sehr flexibel eingesetzt werden können, wenn an einem Gebäude keine baulichen Maßnahmen realisierbar sind. Zum anderen können sie im Rahmen ihrer Funktionalität dicht an Schallquellen im Raum positioniert und damit gezielt auch zur Lärmvermeidung eingesetzt werden.

Hören Sie selbst: Zum originalgetreuen Hörbeispiel von acousticpearls soundfiles geht es HIER entlang. _________________________________________________________________________________

Für pro office Büro + Wohnkultur ist Akustik ein wichtiger Bestandteil der Gesamtplanung für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Gemeinsam mit erfahrenen Akustikern aus namhaften Partner-Unternehmen und Akustikbüros werden nachhaltige Lösungen für jedes Unternehmen gesucht und gefunden. Bei Interesse am Thema nehmen Sie bitte an dieser Stelle Kontakt zu pro office Büro + Wohnkultur auf.

In der Broschüre "Raumakustik" (Herausgeber buero-forum: www.buero-forum.de) finden Sie alle Daten und Fakten zum Thema: „Akustische Bedingungen am Arbeitsplatz effektiv gestalten.“ Die Autoren der Ausgabe sind: Dr. Catja Hilge, Dr. Christian Nocke.

Die Physiker Dr. Catja Hilge und Dr. Christian Nocke betreiben seit 2001 ein schalltechnisches Beratungsbüro in Oldenburg und sind als Fachplaner, Sachverständige und Berater im Bereich Akustik tätig. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Raumakustik von Schulen, Büros und anderen Gebäuden.

Akustikbüro Oldenburg
Katharinenstr. 10
26121 Oldenburg
Telefon +49 441 7779041
Telefax +49 441 7779042
www.akustikbuero-oldenburg.de
nocke(at)akustikbuero-oldenburg.de

Textquellen, fachlicher und innhaltlicher Bezug: Akustikbüro Oldenburg/Broschüre „Raumakustik“ von buero-forum (Autoren: Dr. Catja Hilge und Dr. Christian Nocke) und www.steelcase.de. Weitere Links zu Inhalten von acousticpearls und Carpet Concept.

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