Dienstag, 12. September 2017

Timo Fellmer lebt Bürokultur als Ökosystem - Ein Praktikumsbericht

Timo Fellmer lebt Bürokultur als Ökosystem - Ein Praktikumsbericht Bild 1 Timo Fellmer

Zum Ende meines Studiums habe ich ein Praxissemester eingelegt. Die führenden Hersteller Steelcase und Vitra durchlaufend, konnte ich mein Branchenverständnis erweitern. In den folgenden Berichten beschreibe ich meine Eindrücke und Erlebnisse:

STEELCASE

Bei Steelcase habe ich gelernt, die Bürowelt als Ökosystem zu sehen. Einen Raum mit arbeitenden Menschen. Beide Seiten stehen im direkten Zusammenhang und müssen aufeinander abgestimmt sein. Die Büroumgebung hängt von der Tätigkeit und der Unternehmenskultur ab. Umso spannender war es für mich, einen Einblick in das LINC in München bekommen zu können, um genau das von Steelcase kennenzulernen: die Tätigkeit und Unternehmenskultur, die Menschen und das Büro.

Mein Praktikum war sehr vielfältig. Ich habe die Abteilungen Internal Communication, Specials, Brand Communication und Product Marketing kennengelernt. Jede Abteilung hat mir eine einladende Atmosphäre vermittelt. Es waren Abteilungen mit Menschen, die auf verschiedene Art und Weise Wohlbefinden & Kreativität fördern.

Steelcase versteht die Arbeitsumgebung als Ökosystem mit 5 verschiedenen Zonen: Resident Zone, Nomadic Zone, Social Zone, Meeting Zone und Ressource Zone. Meine Praktikumszeit lässt sich mit den 5 Zonen vergleichen. Für 8 Wochen war ich als Nomade im LINC resident. Ich habe Kollegen in Meetings begleitet und Menschen kennengelernt. Es war eine schöne Zeit, eine Zeit die mir sehr positiv in Erinnerung bleibt. Ich habe gesehen, dass Steelcase die Bürokultur lebt, von der sie erzählt. Eine Bürokultur, die mich geprägt hat.

VITRA

In der zweiten Phase meiner Reise war ich drei Monate bei der Firma Vitra zu Hause. Einer Zeit in der  mir das Produktmerkmal der Langlebigkeit besonders bewusst wurde. Jenes setzt sich zusammen aus Design und technischer Qualität. Es ist ein Zusammenspiel aus Ästhetik und Physik. Aus Autor und Hersteller eines Produktes. Diese langlebige Symbiose zeichnet Vitra aus und war stets zu fühlen. 

Den Großteil meines Praktikums habe ich Einblicke in die internationale Projektarbeit in Birsfelden bekommen. Im Besonderen hatte ich die Chance bei einem der größten Projekte der Firmenhistorie mitzuwirken. Dem Einrichten der Firmenzentrale des größten südkoreanischen Kosmetikherstellers. Doch zu Beginn des Praktikums nahm ich erst an den „New-Intake-Tagen“ teil. In 2 Tagen bekamen alle neuen Mitarbeiter einen Überblick über das Unternehmen, die Abteilungen, die Marke und den Campus, samt Architekturführung. Besuche des Vitra Design Museums, einem Mitarbeiter-Grillen oder einem Workshop mit einem südkoreanischen Händler machten meinen Aufenthalt sehr aufregend. Zum Abschluss des Praktikums lernte ich das deutsche Projektgeschäft in Weil kennen. Alle Abteilungen durchlaufend, habe ich einen guten Überblick und Vergleich zum internationalen Geschäft bekommen. 

Die Zeit bei Vitra war abwechslungsreich und wird mir lange lebendig in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der Produkte, sondern vor allem wegen der Menschen.

Viele Grüße, Timo Fellmer