Donnerstag, 26. September 2019

pro office Lemgo und Bielefeld feiern 200 Jahre Thonet & 100 Jahre Bauhaus

Im Rahmen der Thonet Wanderausstellung „Bauhaus 100“, die seit dem 23. September bei pro office in Bielefeld besucht werden kann, und unserer limitierten Sonderedition des Thonet Klassikers S 43, haben wir unsere Gäste am Donnerstag zu einer exklusiven Abendveranstaltung in den Bielefelder Showroom eingeladen.

Hierzu bekamen wir Unterstützung von Thonet sowie Studierenden der TH OWL. Im Mittelpunkt stand das Thema Bauhaus in seinen vielseitigen Facetten. Thomas Möller, Vertriebsleiter Thonet Deutschland, hat den rund 80 interessierten Gästen spannende Details der Bauhausgeschichte in Bezug auf die Thonet Klassiker vorgestellt. Die Wertigkeit und Geschichte der Möbel spiegelt sich auch in dem 200 Jahre bestehenden Familienunternehmen wider. Seit der Gründung durch Michael Thonet im Jahr 1819 blieb die Leitung in der Familie. Im Zuge der Industrialisierung schaffte Thonet 1849 ein "einfaches" Möbel mit simpler Logistik. Der Kaffeehausstuhl Nr. 14 wurde aus Einzelteilen zusammengesetzt. Das Holz gedrechselt und gekocht, um es dann biegen und in Form bringen zu können. Der Erfolg dieser Stühle ist eindeutig: Eine Jahresproduktion von 250.000 Stück und ca. 50 Millionen Verkäufen allein bis 1930. Das Kaffeehaus bietet einen Ort für den Ideen-Austausch verschiedenster Menschen und bringt damit die Grundlage heutiger "Kommunikationszonen".

Anfang des 20. Jahrhunderts, zu Beginn der Bauhaus Zeit, designen verschiedene Künstler für Thonet. Der Designer Marcel Breuer beginnt Möbel aus Stahlrohr zu entwerfen, nicht mehr nur aus Holz. 1925 entstand der Tisch B 9 und darauffolgend der erste Freischwinger, das Modell S 33. Im Fokus steht der Minimalismus, denn Einzelteile sind langlebig und austauschbar.

Anschließend berichteten Studierende der TH OWL über verschiedene Persönlichkeiten und prägnante Merkmale der Bauhaus Zeit. Mittelpunkt der Impulsvorträge waren die Themen Bauhaus – sein Ursprung, sein Umfeld und Fortbestand. Bauhaus lebt von klare Formen und Strukturen, so auch die Werke des Malers Theo van Doesburg. Seine Auffassung des Bauhauses beschrieb er als "mystisch & romantisch", was er durch seine abstrakte Kunst zeigte. Auch Ludwig Mies van der Rohe prägte diese Zeit. Unter dem Motto „less is more” entstanden Möbel und Gebäude mit klaren Strukturen und Materialien.

Zum Ausklang tauschten sich die Gäste in gemütlicher Atmosphäre bei Fingerfood und Drinks untereinander aus. Wir bedanken uns bei allen Gästen und Partnern dieser Veranstaltung für den gelungenen Abend und freuen uns auf weitere interessante Veranstaltungen.

Fotos: © pro office

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