Mittwoch, 18. März 2020

Plötzlich Home Office - So gelingt Ihnen die Umstellung

Plötzlich Home Office
Foto: Mia Baker (Unsplash)

Viele Unternehmen stehen aktuell vor völlig neuen Herausforderungen. Häufig werden einzelne Mitarbeiter oder gar ganze Abteilungen aufgrund der raschen Ausbreitung des Coronavirus ins Home Office geschickt. Für die einen ist das Arbeiten von Zuhause eine bereits gewohnte Arbeitsform, für andere jedoch längst keine gängige Praxis. Unser Herstellerparter Steelcase hat sich in der aktuellen 360° Reihe über Remote Work intensiv mit den Vor- und Nachteilen von Home Office auseinandergesetzt und gibt wertvolle Tipps für die Heimarbeit.

Man ist nachweislich produktiver und hat ein erhöhtes Wohlbefinden, wenn Arbeitsumgebung, Arbeitsmethoden und Technologien aufeinander abgestimmt sind. Dabei ist zu betonen, dass es selbstverständlich kein allgemeingültiges Patentrezept für das richtige Arbeiten von Zuhause gibt. Einfache Tipps und Tricks helfen aber besonders Home Office Neulingen dabei, sich an das Arbeiten in den eigenen vier Wänden schneller zu gewöhnen.

1) Sich abgrenzen
Während manche Menschen dazu neigen, im Home Office permanent im "Arbeitsmodus" zu bleiben, fällt es anderen schwer, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Das häusliche Umfeld wird als ablenkend empfunden und hindert daran, produktiv zu sein. Geben Sie Ihrem Tag eine Struktur und erstellen Sie sich einen individuellen Plan. Machen Sie sich vor allem bewusst, dass eine konkrete Abgrenzung zu einem gesunden und produktiven Gleichgewicht beitragen kann. Wie genau dieser Plan aussieht, ist unter anderem von Ihren persönlichen Lebensumständen und der Tagesform abhängig und muss stets individuell betrachtet werden.

2) Transparent sein
Sie müssen im Home Office nicht 24/7 erreichbar sein. Auch Zuhause dürfen Sie sich Pausen gönnen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Gehen Sie in Ihrem Team transparent damit um und kommunizieren Sie offen, wenn Sie gerade nicht am Computer sind. Schalten Sie Ihren Kalender für Ihre Kollegen frei und nutzen Sie die Statusfunktion Ihrer Team-Software, sofern Sie eine verwenden.

3) Zusammenhalt stärken und Kontakt halten
In der aktuellen Situation sind wir mehr denn je dazu aufgefordert, den physischen Kontakt zu Kollegen einzuschränken. Wer von Zuhause aus arbeitet, muss aber keineswegs gänzlich auf einen Austausch mit dem eigenen Team verzichten. Verabreden Sie sich aktiv mit Kollegen zum Kaffee über Videocall und nehmen Sie sich auch für informelle Gespräche bewusst Zeit. Gerade wenn der Stresspegel steigt, kommt eine positive Aufmunterung dieser Art meist wie gerufen. Machen Sie sich darüber hinaus Gedanken, wie Sie die Beziehung zu Ihrem Team aufrecht erhalten können und gründen Sie beispielsweise einen Gruppenchat, in dem Sie sich auf dem Laufenden halten. Dadurch vermeiden Sie auch die Entstehung von Silodenken und können Ihre gemeinsamen Projekte besser voranbringen.

4) Den richtigen Ort wählen
Nicht jeder hat in seinem Zuhause ein eigenes Büro, in dem er ungestört seiner Arbeit nachgehen kann. Schaffen Sie sich stattdessen einen eigenen Bereich und legen Sie mit Familienmitgliedern oder Mitbewohnern klare Regeln fest, wie diese erkennen, dass Sie am Arbeiten sind und nicht gestört werden möchten. Wenn Sie dazu neigen, sich vom häuslichen Umfeld leicht ablenken zu lassen, sorgen Sie durch eine optische Abgrenzung dafür, dass der Stapel Wäsche im Schlafzimmer oder das schmutzige Geschirr in der Küche nicht zu sehen sind. Dafür ist später Zeit. Um sich akustisch nicht ablenken zu lassen, dienen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung als effektives Helferlein.

5) Auf Körperhaltung achten
Wer von Zuhause aus arbeitet tendiert dazu, häufiger im Sitzen zu arbeiten, als sonst. Achten Sie daher verstärkt auf eine aufrechte Körperhaltung und wechseln Sie bewusst zwischen unterschiedlichen Arbeitsorten. Gehen Sie auch eine Runde spazieren, solange Sie sich nicht in Quarantäne befinden und kein generelles Ausgangsverbot besteht, um Körper und Geist zu aktivieren, und auf andere Gedanken zu kommen.

6) Für Freude sorgen
Forschungen haben ergeben, dass Freude eine der sechs Grundemotionen ist und Sie produktiv sein lässt. Richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz Zuhause daher mit einer individuellen Note ein und lassen Sie sich von Ihrer Lieblingstasse, einem inspirierenden Foto oder einem besonderen Dekoartikel ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Mag uns trivial vorkommen, zeigt aber Wirkung.

Home Office erscheint für viele von uns auf den ersten Blick einfach und unkompliziert. Wenn wir aber für mehrere Tage oder Wochen am Stück allein von Zuhause aus arbeiten, können wir uns schnell isoliert vorkommen und haben Schwierigkeiten, den Kontakt zu unseren Kollegen und unsere Motivation aufrechtzuerhalten. Umso wichtiger ist es, vernünftige Arbeitsabläufe und eine effektive Arbeitsumgebung zu schaffen sowie die richtigen Technologien einzusetzen. Dadurch steigert sich langfristig die Produktivität und Zufriedenheit im Home Office.

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