Donnerstag, 26. April 2018

Menschen @ pro office: Marion Klesse

Schon ganz früh habe ich gemerkt, dass das Turnen mal eine ganz große Rolle in meinem Leben spielen wird. Mit ca. 6 Jahren meldeten mich meine Eltern in unserem Ortsverein Pivitsheide V.H. zum Kinderturnen an. Nach kurzer Zeit bemerkte meine Turnlehrerin, dass ich unterfordert war und ich wechselte nach Detmold, wo es eine Talentförderung für Mädchen gab, die auf Leistungsturnen spezialisiert war. Das Training fand für mich anfangs 2 x wöchentlich je 3 Stunden statt und steigerte sich bis auf 4 x wöchentlich je 3 Stunden. Nach und nach steigerten sich zum Glück auch die Leistungen und damit auch die schönen Erfolge. Mehrmalige Stadtmeisterin, Gaumeisterin, Westfalenmeisterin, den 3. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften und den 8. bei den Deutschen Meisterschaften. Mit meiner Mannschaft nahm ich an Oberligawettkämpfen teil, die wir mehrmals gewonnen haben. Leider habe ich den Sprung in die internationale Welt nicht geschafft, dies ist aber nicht weiter schlimm, da ich trotzdem stolz auf mich sein kann. Mit 17 Jahren verletzte ich mich erneut und kehrte dem Turnen lange Jahre den Rücken zu. In dieser Zeit war ich sehr erfolgreich im Volleyball (Spiele auf Bezirksliga und Landesliga Ebene). Im Jahr 2001 kam unsere Tochter zur Welt und 2 Jahre später landeten wir beim Eltern-Kind-Turnen. Da kamen die Erinnerungen wieder hoch, wie schön doch das Turnen war. Der TuS von 1913 Kachtenhausen e.V. hatte sogar eine Talentförderung für Mädchen und Jungen. Als unsere Tochter alt genug dafür war, schickte ich sie natürlich auch dorthin. Man trat an mich heran und fragte mich, ob ich als Übungsleiterin fungieren möchte. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen. Ich war so begeistert, meine Erfahrungen und Tipps weitergeben zu können und habe sofort zugestimmt. Zeitgleich übernahm ich auch das Eltern-Kind-Turnen. Das hieß also 3 x die Woche in der Halle stehen. Nach 2 Jahren Übungsleiterin und der Übernahme des Eltern-Kind-Turnen merkte ich aber, dass es einfach zu viel für mich war. Unser Kind war noch klein, brauchte mich und ich bin in der Zwischenzeit auch wieder ins Berufsleben zurückgekehrt. Ich habe den Posten der Übungsleiterin aufgegeben und war nur noch im Eltern-Kind-Turnen tätig. Unsere Tochter ist nun aus dem „Gröbsten“ raus und ich übernahm letztes Jahr die Mädchenturngruppe 1.-4. Schuljahr. Ich entschloss mich den Übungsleiterschein im Breitensport zu machen, weil es ja doch schon etwas anderes ist, Eltern-Kind-Turnen oder eine Mädchengruppe Breitensport zu leiten. Dieser Lehrgang beinhaltete 180 Lerneinheiten und ich habe ihn im Dezember 2017 mit Erfolg beendet. Ich bin auch seit 2008 im Turnrat unseres Vereines tätig und kümmere mich um die Ausbildung der Übungsleiter und Gruppenhelfer der Turnabteilung mit über 630 Mitgliedern. Jedoch gibt es leider immer weniger ehrenamtlich Aktive. Von den Erfahrungen die ich gemacht habe, kann ich nur sagen, dass Vereinsarbeit sehr viel Spaß macht, und mich vor allem die sozialen Aspekte überzeugen, weiter zu machen!!!

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