Mittwoch, 04. Oktober 2017

Leadership Development Congress 2017

Am 21. September fand der vierte Leadership Development Congress (LDC) auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausen-Kaserne in den neuen Räumlichkeiten von "Salt and Pepper" in Osnabrück statt. Der Kongress setzt auf Dialog und Austausch und richtet sich an Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene sowie an Veränderungsagenten. Als langjähriger Kooperationspartner des LDCs schaffte pro office Osnabrück auch dieses Mal gemeinsam mit Steelcase eine flexible Tagungs- und Kommunikationslandschaft, die den Austausch zwischen den Teilnehmern und die Nähe zu den Referenten förderte.

Im Mittelpunkt des Kongresses stand in diesem Jahr die Wechselwirkung zwischen Selbstführung und Teamwork. Wie hängen Selbst- und Teamführung zusammen? Was kann ich als Chefin / Chef am besten und was sollte ich anderen überlassen? Erfolgreiche Praktiker stellten hierzu Ihre Erfolgsrezepte vor. 

Den Anfang machte Hans-Bernd Kamps, Geschäftsführer der Sport- und Veranstaltungsagentur tolimit GmbH in Osnabrück, der den rund 90 Teilnehmern auf eindrucksvolle Weise gezeigt hat, wie Prozesse aus dem Motorsport auch auf Unternehmen übertragen werden können. Als Beispiel hierfür nannte Kamps den Boxenstopp beim Rennen, der sich nur gemeinsam im Team perfekt umsetzen lässt. Um das zu  verdeutlichen ließ er kurzerhand eines seiner Teams vorfahren, die am Porsche 991 GT3 in Windeseile den Reifenwechsel vollzogen. Neben Kamps referierte auch Axel Funke von der tolimit GmbH über Parallelen im Motorsport und der Unternehmensführung. Gemeinsam berichteten sie unter anderem über die  essenziellen Attribute Kompetenz, Leidenschaft und Leichtigkeit sowie über spezielle Analyseverfahren, die Aufschluss über die Kultur eines Teams geben.

Nach einer kurzen, aktiven Pause, gestaltet von Anja Termöllen von business fitness, präsentierte Marc T. Nicolaisen vom Büromöbelhersteller Steelcase aktuelle Forschungen, Einblicke und Trends rund um den Arbeitsplatz. In seinem Vortrag sprach er über die Renaissance des Büros. In einer Zeit, in der uns die Technologie erlaubt, von nahezu jedem Ort der Welt zu arbeiten, scheint das Büro als Arbeitsplatz abgelöst worden zu sein. Dennoch ist es wichtiger als je zuvor, denn Menschen brauchen einen Ort, um zusammenzukommen, sich auszutauschen und um Probleme zu lösen. Das Büro ist somit nicht verschwunden, sondern erlebt eine Renaissance, in der sich Arbeitsplätze völlig neu entwickeln. Sie werden wohnlicher, farbiger, ermöglichen unterschiedliche Sitzhaltungen und fördern den Wechsel zwischen Konzentration und Entspannung.

Um für Bewegung und eine kleine Auflockerung zu sorgen, hatten die Teilnehmer im Anschluss an den Vortrag von Marc T. Nicolaisen die Möglichkeit, drei von insgesamt vier Thementankstellen zu besuchen. Hier ging es um die Themen Werte, Arbeitskultur auf Augenhöhe, lebendige Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor und das Managen von multiplen Persönlichkeiten. Für jeweils zehn Minuten wurden die Themenbereiche von den Referenten vorgestellt und in kleinen Gruppen intensiv diskutiert.

Den abschließenden Impulsvortrag lieferte Dr. Claudia Nicolai von der HPI school of design thinking zum gleichnamigen Thema. Ursprünglich als Innovationsmethode für Produkte und Services entwickelt, ist Design Thinking heutzutage weit mehr als nur ein kreativer Prozess. Vielmehr wird hinterfragt, wie Menschen in der heutigen Zeit lernen, leben und arbeiten wollen und wie neue und überraschende Formen der kreativen Zusammenarbeit dieses ermöglichen. Ein Unternehmen braucht selbstdenkende Menschen mit einem gewissen Maß an Risikobereitschaft, denn sich an neue Lösungen heranzutasten heißt auch zu scheitern. Somit sollte nicht nur darauf geachtet werden, was das Unternehmen selbst gut kann, sondern wo das Problem der Kunden liegt und wie dieses gelöst werden kann. Dafür müssen Räume für neue Prozesse und neue Formen der Kollaboration geschaffen werden. Ein sich selbst führendes Team, das zueinander komplimentäre Fähigkeiten und Eigenschaften besitzt aber an einem gemeinsamen Zweck arbeitet, stellt die alten Führungsprinzipien zwar in Frage, führt jedoch zu einer starken Teamkultur 
und hervorragenden Ergebnissen.
 
Der Tag endete mit der Frage in die Runde, welche Erkenntnisse die Teilnehmer für sich und ihre Organisation mitnehmen sowie mit einen Ausbilck auf den Leadership Development Congress 2018. Hierfür ist das Datum bereits auf den 20. September 2018 festgelegt worden. Wir bedanken und bei Burkhard Bensmann und seinem Team für die hervorragende Organisation und freuen uns auf den nächsten Kongress 2018!