Dienstag, 12. Mai 2020

Der Weg zurück ins Büro - Wie sich unsere Arbeitsumgebung verändern wird

vitra back to office pro office

Während das Coronavirus in den letzten Monaten das Leben einer Vielzahl von Menschen stark beeinträchtigt hat, hat es auch unsere gewohnten Arbeitsstrukturen grundlegend auf den Kopf gestellt. Aktuell bereiten sich viele Unternehmen auf den Weg zurück ins physische Büro vor. Dabei ist jede Organisation selbst dafür verantwortlich, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen am Arbeitsplatz zu treffen, welche die weitere Ausbreitung des Coronavirus stoppen sollen. 

Vitra beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit unseren Arbeitsumgebungen und hat in seinem neuesten E-Paper einige Hypothesen aufgestellt, die Unternehmen, Institutionen und ihren Mitarbeitenden dabei helfen sollen, mit gebrauchsfertigen Raumlösungen und sorgfältig durchdachten Planungsansätzen ins Büro zurückzukehren. 


Der Gesundheitsschutz erhält Vorrang

Am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit und im Verkehr wurden zum Schutz vor Ansteckung und Krankheit bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen. In Eingangsbereichen und Sanitärräumen steht Desinfektionsmittel bereit und vielleicht wird bald auch laufendes Fiebermessen oder die Maskenpflicht an einigen Orten zur neuen Normalität. 

Der verbesserte Gesundheitsschutz wirkt sich auch auf die Gestaltung zukünftiger Arbeitsräume aus. Automatische Türen und sprachgesteuerte Lifte, eine Kantine mit Mahlzeiten, nur zum Mitnehmen, oder zumindest ausgestattet mit leicht abwaschbaren Tischen und Stühlen könnten sich durchsetzen. Textilien und Polster könnten abgelöst werden durch pflegeleichte Materialien wie Leder oder Kunststoffe. Auch Holz wäre eine denkbare Alternative, ebenso wie selbstdesinfizierende Oberflächen aus Messing, Kupfer und anderen Metallen. 

Die neuen Sicherheits- und Hygienestandards werden nicht nur die Art unserer Zusammenarbeit neu definieren, sondern auch das öffentliche Miteinander. Wartebereiche, zum Beispiel an Flughäfen oder Bahnhöfen, müssen den Gesundheitsvorschriften angepasst werden und verstärkte Hygienemaßnahmen in öffentlichen Räumen werden zur Vorschrift. 


Den Arbeitsplatz "Corona-proof" gestalten

Die Rückkehr ins Büro steht für viele Unternehmen und ihre Mitarbeitenden unmittelbar bevor. Was lässt sich tun, um die Arbeitsumgebung so sicher, wie möglich zu gestalten?

Um ausreichend Abstand einhalten zu können, sollte die Nutzung der internen Infrastruktur und Transitzonen angepasst werden. Auch Home Office stellt weiterhin eine sinnvolle Maßnahme dar, um die Belegungsdichte in den einzelnen Arbeitsbereichen zu reduzieren. Sofern Einzelarbeit nicht möglich ist, sollten möglichst kleine, feste Teams mit einer Größe von 2-3 Personen bestimmt werden. Auch die Verwendung von mobilen Trennwänden kann sich positiv auf die Arbeitssituation auswirken.

Da durch die vermehrte Desinfektion verschiedener Flächen die Materialien einem besonderen Verschleiß unterliegen, wird die Verwendung robuster Oberflächen, wie Melamin, HPL, Metall oder MDF, empfohlen.


Die neue Work-Life-Balance

Die vergangenen Wochen haben vielen Unternehmen und ihren Mitarbeitenden gezeigt, dass produktives Arbeiten im Home Office möglich ist. Die Technologien sind vorhanden und funktionieren, sodass die Möglichkeit des Home Office in Zukunft zu einem wichtigen Faktor im Wettstreit um qualifizierte Arbeitskräfte wird. 

Kann ich meine Arbeit bei meinem Arbeitgeber selbstständig planen, sofern ich Ergebnisse liefere? Oder kann ich dort wohnen, wo es schön und günstig ist, ohne deswegen lange Anfahrtszeiten in Kauf nehmen zu müssen? Nur zwei Fragen, die sich Mitarbeitende zukünftig ganz bewusst stellen werden, jetzt wo sie wissen, wie es sich anfühlt, weniger Zeit mit dem Pendeln zu verbringen und mehr Zeit für die Familie zu haben. Während bei herkömmlichen Büroformen die bloße Anwesenheit als Leistung verbucht wird, müssen praktizierende Home Officeler ihre Leistung kontinuierlich nachweisen. Doch sollte sich Home Office weiterhin durchsetzen, wird sich eine neue Unternehmens- und Arbeitskultur entwickeln, in der Leistung abgefragt werden darf und mangelnde Leistung nicht verborgen werden kann.

Wer Zuhause arbeitet, braucht eine entsprechende Ausstattung und Arbeitsumgebung. Dadurch verringert sich Wahrscheinlichkeit, durch Privates abgelenkt zu werden. Durch Home Office verringert sich nicht nur die Besetzungsdichte im Büro, auch der Datenschutz ist gewährleistet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steigt. Die Arbeit von Zuhause setzt eine geeignete Infrastruktur voraus. Dazu gehören unter anderem ein höhenverstellbarer Schreibtisch, einen ergonomischer Bürostuhl sowie Computer Hard- und Software.

Innerhalb der letzten Zeit hat sich die Art, wie Büros und Teams funktionieren, radikal und ein Stück weit unfreiwillig geändert. Wir stehen Ihnen bei diesen Veränderungen zur Seite und beraten Sie gerne umfangreich zu modernen Arbeitsumgebungen, die Ihnen, Ihren Mitarbeitern und den neuen Herausforderungen gerecht werden. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie!

Foto: Vitra

899